Der heilige Johannes Paul II, geistlicher Vater unseres Institutes

Das Lehramt des hl. Johannes Paul II und unser Institut

Die Lehre Johannes Pauls II. erleuchten die „nicht zu leugnenden Elemente“ unseres Charismas. Das Lehramt dieses großen Papstes ist nicht nur ein dekoratives Element unserer Regel: Im Gegenteil, sie beseelt die fundamentalen Aspekte unseres Charismas.

Ausgehend von dem Buch „Johannes Paul der Große“ unseres Gründers P. Carlos M. Buela, stellen wir auf dieser Seite die Punkte vor, in denen sich die Gleichheit dieser Lehre mit unserem Charisma zeigt.

Wir wollen nun einige dieser Aspekte etwas ausführlicher betrachten, wobei wir die entsprechenden Stellen aus unseren Dokumenten und jenen des Papstes zitieren.

1) Über das Inkarnierte Wort

Es ist gerade das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, welches das Zentrum unseres Charismas darstellt. Von diesem sagen wir mit dem großen Papst:

- Aus unserem Direktorium der Spiritualität, Nr. 2: Wir wollen die evangelischen Räte leben und so dazu beizutragen, „die reiche Natur und die allumfassende Wirksamkeit des menschgewordenen Wortes Gottes zu offenbaren“[1].

- Aus unserem Direktorium für das geweihte Leben, Nr. 140: und zwar, „insofern dies eine Äußerung unserer Hingabe an Gott mit ungeteiltem Herzen (siehe 1Kor 7, 32-34) darstellt, ein Wiederschein der unendlichen Liebe, welche die drei göttlichen Personen im tiefen Geheimnis des Lebens der Allerheiligsten Dreifaltigkeit vereint.; jener Liebe, welche das menschgewordene Wort bis zur Hingabe seines Lebens bezeugt; jener Liebe, welche in unsere Herzen ausgegossen ist vom hl. Geist“ (Rm. 5, 5), welcher uns zu einer Antwort der vollkommenen Liebe gegen Gott und unseren Nächsten antreibt“[2].

- Nr. 230: An zweiter Stelle versteht man, mit Blick auf die Menschheit Jesu Christi, unser Anliegen, intensiv „die Tugenden der Selbsterniedrigung [zu üben]: Demut, Gerechtigkeit, Opfer, Armut, Schmerz, Gehorsam, barmherzige Liebe… mit einem Wort: das Kreuz“. Dieses Anliegen muss sich besonders in der Erfüllung der Gelübde von Armut und Gehorsams zeigen, als Zeichen der Erlösung und erlösenden Liebe Christi, das heißt, als Zeichen der Selbsterniedrigung Christi in seiner Menschwerdung: „Die Treue (der gottgeweihten Person) zum einzig Geliebten zeigt und kräftigt sich in der Demut eines verborgenen Lebens, in der Annahme des Leides, um im eigenen Fleische zu vervollständigen, was an den Drangsalen Christi noch fehlt (siehe Kol 1, 24), im stillen Opfer, in der Hingabe an den heiligen Willen Gottes, in der ernsthaften Treue, auch angesichts des Nachlassens der eigenen Kräfte und Neigungen. Aus der Treue gegenüber Gott geht auch die Hingabe an den Nächsten hervor“[3].

- Nr. 343 „Das Fundament der Evangelisation der Kultur ist das Geheimnis des inkarnierten Wortes. „Der Begriff Akkulturation oder Inkulturation drückt, wenn auch ein Neologismus, auf wunderbare Weise eines der Elemente des großen Geheimnisses der Menschwerdung aus“[4].

2) Die würdige Feier der heiligen Messe

- Aus dem 5. Generalkapitel des Instituts: Wir müssen uns auszeichnen in der Bedeutung, die wir der heiligen Messe beimessen, aber auch in der Art und Weise, sie mit Ehrfurcht zu feiern. Daher betonen wir in unserem Institut das liturgische Leben. Die Andacht zur heiligen Eucharistie ist eines der Hauptmerkmale unseres Instituts.

- Aus dem Direktorium für das liturgische Leben Nr. 4: Unsere Liturgie muss lebendig sein, von Leben überströmend, kraftspendend, wirksam, strahlend. Sie muss eine unmittelbare Erfahrung des sakramentalen Christus sein. „Die Liturgie muss den Sinn für das Heilige nähren und aufscheinen lassen. Sie muss gefüllt sein mit dem Geist der Hinwendung und Anbetung Gottes, voll der Ehre für ihn.“[5].

- Nr. 10 „Das rechte Verständnis der Liturgie muss einen klaren Ausdruck unter Brücksichtigung der Grundsätze der Kirche finden.“[6]. In der Feier des göttlichen Kultes drückt die Kirche ihr Wesen aus: einig, heilig, katholisch und apostolisch“[7][8].

- Nr. 10 Die Liturgie ist eine in sich selber heilige Handlung, da sie Handlung Christi, in seiner Funktion als erster und hauptsächlicher Priester, ist. Er ist es, der der Eucharistiefeier ihren sakralen Charakter verleiht. In der liturgischen Handlung kommen wir uns zum Sakralen im eigentlichen Sinne zusammen. „Dies muss immer berücksichtigt werden, besonders in unserer Zeit, in welcher wir die Tendenz beobachten, den Unterschied zwischen „sakral“ und „profan“ zu leugnen. Angesichts dieser Realität hat die Kirche die besondere Pflicht, den „sakralen Charakter“ der Eucharistie zu versichern und zu bekräftigen“[9].

- Nr. 25: „Die Teilnahme am einzigen Priestertum Jesu Christi von Seiten aller Getauften ist der Schlüssel zum Verständnis der Aufforderung des Konzils zur „vollen, bewussten und aktiven Teilnahme an den liturgischen Feiern“[10]“.

- Nr. 56 „In der Tat, der „eucharistische Kult reift und wächst, wenn die Worte des eucharistischen Hochgebets, und besonders jene der Wandlung, mit großer Demut und Einfachheit ausgesprochen werden, in einer verständlichen Weise, fehlerfrei und würdig; während dieser wesenhafte Akt der eucharistischen Liturgie ohne Eile vollzogen wird, sind wir zu solcher Sammlung und Andacht verpflichtet, dass die Teilnehmer an demselben sich der Größe des Geheimnisses bewusst werden, welches sich hier vollzieht, und dieses in ihrem Verhalten ausdrücken“[11].“

- Nr. 119 „Angesichts der Tatsache, dass wir alle Verwalter und Diener der Eucharistie sind, ist es angebracht, dass wir unsere Handlungen am Altare aufmerksam prüfen, besonders die Art, mit welcher wir jene Speise und jenen Trank behandeln, welche Leib und Blut unseres Herrn und Gottes in unseren Händen sind; wie wir die heilige Kommunion austeilen; wie wir die Purifikation vollziehen. All diese Handlungen haben ihre Bedeutung. Natürlich sollte man die Skrupulosität vermeiden, aber Gott bewahre uns vor einem respektlosen Verhalten, vor einer unangebrachten Eile, vor einer skandalösen Ungeduld“[12].

3) Eine ernsthafte Spiritualität („nicht gierig nach dem Fühlbaren“), welche man beispielsweise daran sieht, dass wir die hl. Exerzitien predigen

Unsere Spiritualität muss das rein Fühlbare überschreiten; unsere Mitglieder müssen bereit sein, durch die „Dunkle Nacht“ zu gehen.

Direktorium der Exerzitien Nr. 3: Nicht ohne Grund sagt Johannes Paul der Große: „zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Seelen hat die Güte des Schöpfers, in ihren bewundernswerten Plänen, der Kirche mittels des hl. Ignatius eine einzigartige Hilfe zur Hand gegeben in der uneingeschränkten Förderung seiner geistlichen Übungen“[13]. Und, im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Pastores dabo vobis“, bekräftigte er, dass die Exerzitien „eine Gelegenheit zum geistlichen und pastoralen Wachstum sind, durch ein länger anhaltendes, ruhiges Gebet, durch eine Rückkehr zu den Wurzeln des Priesterseins, durch das Wiederfinden der Frische und Motivation zur Treue und zum pastoralen Schwung“[14].

4) Die Treue zum lebendigen Lehramt der Kirche aller Zeiten

Aus dem Direktorium der Spiritualität Nr. 27: Daher sehen wir, mit dem Ziel, die Kultur mit dem Evangelium zu durchtränken, als fundamental die Lehre der Pastoralkonstitution über die Kirche und die moderne Welt „Gaudium et Spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils, die Apostolischen Schreiben „Evangelii nuntiandi“ und „Catechesi Tradendae“, die Rede Johannes Pauls II vor der UNESCO… sowie alle Anweisungen und Lehren des ordentlichen Lehramtes der Kirche, welche in Zukunft veröffentlicht werden könnten.

Direktorium der Spiritualität Nr. 265: Die Ausbildung in Rom bedeutet auch, einen „römischen Geist“ zu haben, welcher „eine Krone an Tugenden voraussetzt: universale Offenheit, Treue zum Lehramt, missionarischer Geist, Langatmigkeit und Großherzigkeit“[15. „Unsere Situation erlaubt uns, die übernatürliche Wirklichkeit der Gemeinschaft mit der Kirche von Rom und dem Bischof von Rom zu leben. Und hier tretet ihr, in der kirchlichen Erfahrung, in eine andere, neue Realität ein: Ihr erfahrt die Gemeinschaft mit all denjenigen, die sich mit der Kirche von Rom in Gemeinschaft befinden“[16].

5) Die ausdrückliche Absicht, dem hl. Thomas von Aquin zu folgen

- Aus dem Direktorium für die intellektuelle Ausbildung Nr. 5:“Die Wahrheit suchen, sie zu entdecken und sich darüber zu freuen, sie gefunden zu haben“, sagte der hl. Johannes Paul II, „ist eines der emotionsreichsten Abenteuer des Lebens“[17].

- Nr. 8 „Ein Beispiel für diese Suche und Vorbild für das Studium ist die Persönlichkeit des hl. Thomas selber, des „Fürsten der Philosophie und Theologie, wie er für gewöhnlich von den Päpsten genannt wird“[18]: „Der hl. Thomas lädt alle Menschen dazu ein, die Wahrheit zu suchen, ohne nachzulassen, denn nur wenn man ihr mit Hartnäckigkeit nachfolgt, gelangt man zu einem wahren Verständnis der Wirklichkeit und zur Kenntnis des Schöpfers derselben: und so muss sich der menschliche Geist, gemäß der ihm eigenen Weise, immer mehr der Kenntnis Gottes nähern.“[19].

- Nr. 37: In diesem Sinne stellt uns Papst Johannes Paul II die vorbildhafte Gestalt des hl. Thomas von Aquin vor Augen: „der hl. Thomas war interessiert an allem, was für Geist und Seele von Nutzen ist. Er bemühte sich ohne Unterlass, Theologie, Philosophie und Wissenschaft in Einklang zu bringen; und nie stellte er Behauptungen auf, ohne sie vorher zu prüfen. Seine Wahrheitssuche, welche niemals aufhörte, war ein ununterbrochener Dialog mit christlichen und heidnischen Autoren, aus deren Werken er das Beste übernahm. Er richtete seine Aufmerksamkeit auch auf die verschiedenen Gebiete der profanen Wissenschaften. Er verstand es, die Gegenwart des Schöpfers in der Ordnung der Schöpfung als Erst- und Wirkursache zu erkennen: Alles wird zur Stimme, die von Gott spricht (siehe 1Kor 14,10). Viele jener Intuitionen, welche sein Interesse für die geschaffenen Wirklichkeiten zeigen, nehmen einen herausragenden Platz im Werk des Kirchenlehrers ein; Die Welt ist der Ort, an welchem sich Gott als Haupthandelnder offenbart (siehe S. Th. I, 8, 1). Der Mensch trägt in sich das Abbild seines Schöpfers, ein Abbild, das von absolut nichts entstellt werden kann (siehe S. Th., I, 93, 4). Jede Wissenschaft ist ein Loblied auf den Schöpfer“[20].

6) Die apostolische und missionarische Kreativität

- Aus dem Direktorium des Dritten Ordens Nr. 383: „Wir müssen in besonderer Weise die Anfrage des Papstes Johannes Paul II annehmen, der zufolge „die gläubigen Laien an den privilegierten Stellen der Kultur mit herausragendem Mut und intellektueller Kreativität präsent sein sollen, so etwa auf dem Gebiet der Schule und der Universitäten, im Umfeld wissenschaftlicher und technischer Forschung, an den Orten künstlerischer Tätigkeit und humanistischer Überlegungen“ [21], indem sie so die von Jesus Christus erwirkte Erlösung in jedes Umfeld tragen, sich dabei der dem Evangelium und dem Glauben eigenen Reichtümer bedienend.

- Aus dem Direktorium für die Evangelisierung der Kultur Nr. 242: Die Pastoral muss unermüdlich Jesus Christus als Erfüllung alle dessen präsentieren, was an Leben und Kultur authentisch menschlich ist. […] Das Evangelium, weit davon entfernt, die Kultur zu gefährden oder sie ihres Reichtums zu berauben, bereichert sie mit einem Zusatz an Freude und Schönheit, an Freiheit, an Sinn, an Güte und an Wahrheit“[22].

7) Die Wahl der „vordersten Front“ in den Missionen

Wir beziehen uns hier auf diejenigen, welche wir „bedeutsame Orte“ genannt haben: auf Orte, welche unserer kleinen religiösen Familie Ehre bereiten: es handelt sich hierbei um Missionsgebiete, in welche, wenn wir sie nicht angenommen hätten, aufgrund der gebotenen Schwierigkeiten, niemand hätte gehen wollen.

Aus dem Direktorium für die Mission bei den Heiden Nr. 19: „Die missionarische Evangelisation stellt den ersten Dienst dar, welche die Kirche jedem Menschen und der gesamten Menschheit, welche scheinbar den Sinn der letzten Wirklichkeiten und der eigenen Existenz verloren hat, bieten kann“[23].

- Nr. 20 „Die Zahl derjenigen, die Christus nicht kennen und die nicht Teil der Kirche sind wächst beständig. Die Dringlichkeit der Mission ist offensichtlich gerade angesichts der gewaltigen Größe der Menschheit, welche der Vater so sehr geliebt hat, dass er seinen eigenen Sohn für sie hingegeben hat“[24].

- Nr. 57 Letztendlich antworten wir auf die Frage „Warum die Mission?“ mit dem Glauben und der Hoffnung der Kirche: Sich der Liebe Gottes zu öffnen ist wahre Befreiung. In ihm und nur in ihm sind wir von jeder Form der Abhängigkeit oder Sklavenschaft unter die Macht der Sünde und des Todes befreit. Christus ist wirklich „unser Friede“(Eph 2, 14), und „die Liebe Christi drängt uns“(2Kor 5, 14), indem er unserem Leben Sinn und Freude verleiht“[25].

- Nr. 201 „Der erneuerte Aufruf zur Mission bei den Heiden verlangt nach heiligen Missionaren“[26]. „Der Missionar muss ein „Kontemplativer in Aktion“ sein, der, im Lichte des Wortes Gottes und mittels des persönlichen und gemeinschaftlichen Gebetes Antworten auf die vorhandenen Probleme findet“[27].

8) Die Werke der Barmherzigkeit, besonders die Arbeit mit den Behinderten

Aus dem Direktorium für die Werke der Barmherzigkeit Nr. 8 – Der Kranke muss versuchen, Abbild Christi zu werden, wie Johannes Paul II erklärte: „Ich beglückwünsche euch von Herzen, meine lieben Brüder und Schwestern die ihr in Körper und Geist leidet, weil ihr es versteht, zu erkennen und anzunehmen, dass der Herr euch dazu aufruft, Zeugen seines Evangeliums des Leidens zu sein, indem ihr, mit Liebe und Vertrauen, das Antlitz des gekreuzigten Christus betrachtend, euer Leiden mit dem seinen vereint“[28].

Und diejenigen, die den Kranken beistehen – Kapläne, Ordensleute, Ärzte, Krankenschwestern, Apotheker, technisches und administratives Personal, Sozialassistenten und Freiwillige – erinnert Johannes Paul II daran, dass sie berufen sind „großzügige Jünger des barmherzigen Samariters zu sein, welcher Christus ist. Seid euch bewusst, wer ihr seid und bemüht euch, in den Leidenden das Antlitz Christi in seinem Schmerz und in seiner Glorie zu erkennen…, [um so] glaubhafte Zeugen der Liebe Christi zu sein“[29].

- Nr 9 In unseren Seminaren und Ausbildungshäusern muss die Notwendigkeit dieser Werke der Barmherzigkeit gelehrt werden. Die Gesundheitspastoral muss sich in angebrachter Form im Ausbildungsprogramm der Priester und Ordensleute wiederspiegeln, denn wer sich der Kranken annimmt, macht, mehr als mit irgendeinem anderem Werk, die Liebe glaubhaft und gibt Zeugnis für die Hoffnung auf die Auferstehung“[30].

9) Der Glaube an die Vorsehung in allen Aspekten des Lebens

Aus dem 5. Generalkapitel: Ein Beispiel für diesen [Glauben] ist, dass wir unsere Feinde als (geistlichen) Teil unserer religiösen Familie betrachten, da sie uns Gutes getan haben und fortfahren, uns Gutes zu tun […] „omnia cooperantur in bonum“ (Rm 8, 28).

- Direktorium der Spiritualität Nr. 319: Wie groß muss unser Vertrauen und unsere Freude sein, da wir wissen, dass der Tot schon besiegt ist! Und er ist besiegt worden dank der Menschwerdung Gottes und seines Erlösungsopfers. Deshalb ist die Inkarnation des Wortes Voraussetzung und Sicherheit für das ganze Universum: „Die Quelle des Lebens und des Heiles, die Befreiung von der Verzweiflung für alle Menschen, die unentbehrliche Bedingung und Absicherung für das gesamte Universum sind in den Worten enthalten: Das Wort ist Fleisch geworden, und in dem Glauben an diese Worte“[31].

„Die Menschwerdung des Sohnes Gottes soll Fundament, Quelle und Vorbild für eine neue und übernatürliche Seinsordnung für alle Menschen, wie auch für eine christliche Anthropologie sein, die, mit ihrer Erhöhung des Menschen als Person, welcher von dieser in den Mittelpunkt der Gesellschaft und, wie man sagen kann, der ganzen Welt gestellt wird, auch auf das natürliche Umfeld des Denkens und Lebens Einfluss nimmt. Gerade deshalb müssen alle Gnaden, durch welche die Menschen gerettet und geheiligt werden, aus eben diesem Geheimnis der Menschwerdung hervorgehen.“[32].

10) Verehrung der heiligsten Jungfrau Maria

- Aus dem Direktorium für das geweihte Leben: Die Verehrung der Allerheiligsten Jungfrau Maria macht einen Teil des Charismas aus, nicht nur aufgrund des vierten Gelübdes, sondern auch aufgrund der Präsenz Mariens in all unseren Tätigkeiten, wegen der Weihe an sie, welche wir in jeder hl. Messe erneuern, sowie schlussendlich aufgrund dessen, dass wir all unsere Feste mit einem Lied an die Jungfrau abschließen“.

- Nr. 418: Unsere Beziehung zur heiligen Jungfrau findet ein weiteres Fundament in unserer Spiritualität, welche eine Spiritualität „vom Inkarnierten Wort“ sein soll. „Die Jungfrau gibt in ihrer Eigenschaft als Magd ihr Einverständnis: „Siehe, ich bin eine Magd des Herrn“ (Lk 1, 38) und „Gott hat auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut“ (Lk 1, 48), und deshalb hat das Wort in ihrem reinstem Schoße „Knechtsgestalt angenommen und ist den Menschen gleich geworden“ (Phil 2, 7)“[33].

-Konstitutionen IVE Nr. 83: Johannes Paul II bekräftigt: „… die Hingabe an Maria, wie sie uns vom hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort gezeigt wird, ist das beste Mittel, um mit Nutzen und Wirksamkeit an dieser Wirklichkeit teilzunehmen und von Maria unschätzbare Reichtümer zu empfangen und diese mit den Anderen zu teilen… Ich sehe darin (in der Knechtschaft aus Liebe) eines jener Paradoxe, von denen das Evangelium voll ist: Wir können unsere Freiheit nicht tiefer ausschöpfen, als in dieser „heiligen Knechtschaft“… denn das Maß der Freiheit ist die Größe der Liebe, zu der wir fähig sind“[34].

- Nr. 19 Um zu dieser Einstellung der größtmöglichen, vollkommenen und großzügigen Folgsamkeit gegenüber dem hl. Geist zu gelangen, muss die hl. Jungfrau Modell, Führerin und Form all unserer Handlungen sein, so dass wir, heute und in Ewigkeit, mit all der Kraft unserer Seele sagen können: „Totus tuus“, Maria!

Zitate

[1] Johannes Paul II, Rede vor dem Rat der Union der Generaloberen (26 November 1979).
[2] Johannes Paul II, Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Vita Consacrata“ (25 März 1996), 21.
[3] Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Vita Consacrata“, 24.
[4] Johannes Paul II, Rede vor der Päpstlichen Bibelkommision (26 April 1979).
[5] Johannes Paul II, Schreiben an die Priester zur Gelegenheit des Gründonnerstags 1986 (16. März 1986), 8. Siehe außerordentliche Synode der Bischöfe 1985, abschließender Bericht.
[6] Johannes Paul II, Rede vor der fünften Gruppe der französischen Bischöfe anlässlich des Besuches „ad limina apostolorum“ (8. März 1997), 3.
[7] Johannes Paul II, Apostolische Schreiben „Vicesimus Quintus Annus“ (4. Dezember 1988), 9.
[8] Johannes Paul II, Rede vor den Bischöfen der Vereinigten Staaten anlässlich des Besuches „ad limina apostolorum“ (9. Oktober 1998), 3.
[9] Johannes Paul II, Schreiben Dominici Coenae, 8.
[10] Schreiben Dominici Coenae, 9.
[11] Johannes Paul II, Rede vor den Bischöfen der Vereinigten Staaten anlässlich des Besuches „ad limina apostolorum“ (9. Oktober 1998), 3.
[12] Direktorium für das liturgische Leben, Nr. 63.
[13] Schreiben Dominici Coenae, 11.
[14] Johannes Paul II, Schreiben an den Generaloberen der Gesellschaft Jesu (1 Juni 1990).
[15] Johannes Paul II, Nachsynodales Apostolisches Schreiben“Pastores dabo vobis” (3 Dezember 1988) 80.
[16] Johannes Paul II, Predigt während des Vespergebetes im Kolleg Capranica in Rom (21 Januar 1992) 5.
[17] Johannes Paul II, Rede am Nordamerikanischen Päpstlichen Kollegs in Rom anlässlich des 125. Jahrestages der Gründung (15. November 1984).
[18] Johannes Paul II, Rede vor den Jugendlichen in Kampala (6. Februar 1993).
[19} Johannes Paul II Schreiben anlässlich des hundertsten Jahrestages der „Revue Thomiste“ (11. März 1993)
[20] Johannes Paul II Schreiben anlässlich des hundertsten Jahrestages der „Revue Thomiste“ (11. März 1993)
[21] Johannes Paul II Schreiben anlässlich des hundertsten Jahrestages der „Revue Thomiste“ (11. März 1993)
[22] Johannes Paul II Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Christifideles Laici“ (30. Dezember 1988) 44.
[23] Johannes Paul II, Rede vor dem Päpstlichen Rat für die Kultur (14. März 1997).
[24] Enzyklisches Schreiben „Redemptoris missio“, 2.
[25] Enzyklisches Schreiben „Redemptoris missio“, 3.
[26] Enzyklisches Schreiben „Redemptoris missio“, 11.
[27] Enzyklisches Schreiben „Redemptoris missio“, 90.
[28] Enzyklisches Schreiben „Redemptoris missio“, 91.
[29] Johannes Paul II, Botschaft zum XI. Welttag der Kranken, Washington D.C., U.S.A. (11. Februar 2003) 6.
[30] Johannes Paul II, Botschaft zum XI. Welttag der Kranken, Washington D.C., U.S.A. (11. Februar 2003) 6.
[31] Johannes Paul II, Botschaft zum XI. Welttag der Kranken, Washington D.C., U.S.A. (11. Februar 2003) 5.
[32] Johannes Paul II, Rede vor den Teilnehmern am Kolleg über „die gemeinsamen christlichen Wurzeln der europäischen Völker“ (5. November 1981).
[33] Johannes Paul II, Katechismus des Papstes, Generalaudienz (23. März 1988)
[34] Johannes Paul II Meditation zum Angelus (22. Juli 1990).