Was ist ein Gelübde und warum legt man es ab?

Die Antworten der Heiligen auf die Einwände gegen die Berufung das geweihten Leben

"Mein Sohn, wenn du dem Herrn dienen willst, dann mach dich auf die Prüfung gefasst!“ (Sir 2,1)

Der heilige Alfons von Liguori bekräftigt: „Wer das geistliche Leben ergreift, tritt damit in den Dienste des himmlischen Königs ein, welcher für gewöhnlich die Treue jener, die er annimmt, prüft, indem er der Hölle erlaubt, sie mit allen möglichen Kreuzen und Versuchungen zu bedrängen“. Es ist notwendig, dass diejenigen, die berufen sind, alles zu verlassen um Christus zu folgen (Mt 19, 21), allerlei Schwierigkeiten begegnen. Der hl. Alfons Maria erklärt uns auch die Ursache dieser Schwierigkeiten und Versuchungen: „[Dies geschieht,] weil eine geweihte Seele, wenn sie standhaft und Gott treu ist, dem Teufel eine Tausendschaft von Sündern entreißt, die aufgrund ihres Wirkens und Lebens gerettet werden. Aus diesem Grunde wird der böse Feind mit allen Mitteln versuchen, diese Seele für sich zu gewinnen und er wird alle nur denkbaren Schliche anwenden, um sie zu täuschen“.

Er wird also versuchen, denjenigen zu täuschen, der dieses engelhafte Verlangen in sich trägt, das geweihte Leben zu ergreifen. Und er wird uns dazu mit falschen Einwänden über die Wirklichkeit der Berufung bedrängen, welche ihren Ursprung in verschiedenen Umständen, Personen und zu guter Letzt in uns selber haben können.

In diesem Teil wollen wir ihnen die hauptsächlichen Täuschungen vorstellen, mit denen der Teufel für Gewöhnlich versucht, die von Gott zu seinem Dienste erwählten Seelen zu täuschen, zusammen mit den Antworten, welche uns die Heiligen, besonders der hl. Alfons Maria von Liguori, der hl. Thomas von Aquin und der hl. Don Bosco, auf diese Einwände geben